Diabetes: CDU/CSU fragt VDOE-Expertise an

Wie kann nachhaltige Prävention in allen Lebenswelten gelingen und wie kann die Versorgung von Diabetikern besser werden? Und welchen Erfolg versprechen in diesem Zusammenhang Werbeverbote, oder eine Fett- und Zuckersteuer, wie sie einige Organisationen u.a. im Rahmen des neuen Präventionsgesetzes einfordern?

Diese Fragen diskutierte vergangenem Mittwoch die CDU/CSU-Bundestagsfraktion bei einem Fachgespräch in Berlin mit Experten aus Ärzteschaft, Wissenschaft, Wirtschaft und Verbänden, um daraus weitere Rückschlüsse für die parlamentarische Arbeit zu ziehen. Für Sie vor Ort war Vorstandsmitglied Dr. Silke Lichtenstein und berichtet.

 

2015-11-30_lichtenstein

Der Einladung zum Thema: „Diabetes auf dem Vormarsch – Herausforderungen für Politik und Verbraucher“ der stellvertretenden Vorsitzenden der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, Gitta Connemann, und Dr. Georg Nüßlein MdB, folgten laut Veranstaltern rund 200 Teilnehmern in den Sitzungssaal hoch oben im Reichtagsgebäude.

Dr. Silke Lichtenstein

Dr. Silke Lichtenstein

Im Anschluss an die hochkarätige Impulsvorträge, u.a. von Minister Hermann Gröhe (BMG), Minister Christian Schmidt (BMEL), eröffnete der Moderator und Berichterstatter für Diabetes und Adipositas im Ausschuss für Gesundheit des Deutschen Bundestages, Dietrich Monstadt (MdB), die Diskussion auf dem Podium. Dort standen Vertreter aus Medizin und Wirtschaft, Frage und Antwort, sowie und last but not least auch der VDOE. Für Sie vor Ort war Vorstandsmitglied Dr. Silke Lichtenstein. Der Standpunkt des VDOE: Obschon Steuern grundsätzlich als Verhältnisprävention denkbar sind, führt aus Sicht unseres Berufsstandes hinsichtlich sinnvoller Prävention von Diabetes zum jetzigen Zeitpunkt kein Weg vorbei an Bildung, qualifizierter Beratung bzw. Gesundheitsförderung, deren Evaluation, sowie an einer angemessener Verpflegung in Schulen und Betrieben, orientiert an den Qualitätsstandards der DGE.

Zu diesem Schluss kam auch die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Connemann, wohingegen Monstadt Steuern als probates Mittel vehement befürwortet. Damit ist die Diskussion eröffnet, die im Nachgang das rundum gute Gefühl einer offenen, durchweg konstruktiven und ergebnisreichen Dialogaufnahme seitens der Politik hinterlässt. Zu der auch unser Berufsstand zur Anhörung gebeten wurde und werden wird. Dieses wertschätzende Entgegenkommen gibt uns Anlass, einem weiterhin fruchtbaren Dialog zum Thema Prävention entgegen zu blicken. Und (endlich!) auf den „Silberstreif am Horizont“ hoffen zu dürfen: Auf die dringend erforderlichen besseren Arbeitsbedingungen für alle Fachkräfte in Prävention/Gesundheitsförderung, Bildung und Schulverpflegung, und nicht zuletzt auf eine bessere Versorgung unserer Kunden, Gäste, Klienten und Patienten!

Wer die Diskussion noch mal verfolgen möchte, dem sei dieser Link empfohlen.

Dr. Silke Lichtenstein, VDOE-Vorstandsmitglied

 

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