„Motivation für weitere Anstrengungen“ – OECOTROPHICA-Preisträgerin im Porträt (3)

Im dritten Beitrag aus der Reihe „OECOTROPHICA-Preisträgerinnen 2016“ stellen wir Ihnen wieder eine junge Wissenschaftlerin vor. Dr. Katrin Müller leistete mit ihrer Doktorarbeit „Mittagessen bei Kindern und Jugendlichen – Mahlzeitenmuster und Relevanz für die kurzfristige kognitive Leistungsfähigkeit “ wertvolle Pionierarbeit für das noch relativ junge Forschungsgebiet. Davon ist Prof. Dr. Mathilde Kersting, stellvertretende Leiterin des Forschungsinstituts für Kinderernährung (FKE) und Betreuerin der im Bereich Ernährungsverhaltens- und Konsumforschung ausgezeichneten Arbeit überzeugt.

Im experimentellen Teil ihrer Doktorarbeit überprüfte Frau Müller zum ersten Mal überhaupt kognitive Effekte des Mittagessens bei Kindern. Neben zahlreichen wissenschaftlichen Veröffentlichungen in nationalen und internationalen Zeitschriften, engagiert sich Frau Müller auch im Bereich Fitness und ist als Trainerin ausgebildet. Außerdem war sie als Autorin, Tutorin und Dozentin der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement und der BSA-Akademie tätig. Aktuell arbeitet sie als Projektmanagerin im Bereich Ernährungsbildung beim Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Bayreuth.

katrin müller

Dr. Katrin Müller

VDOE: Frau Müller, was bedeutet der OECOTROPHICA-Preis für Sie?

Er bedeutet mir sehr viel. Meine Promotionszeit hat mir unglaublich viel Freude bereitet, es ist aber auch einige Zeit ins Land gegangen und selbstverständlich gab es auch kleinere und größere Durststrecken. Die Auszeichnung ist eine wunderbare Bestätigung meiner wissenschaftlichen Arbeit der vergangenen Jahre und zugleich Motivation für weitere Anstrengungen.

VDOE: Was war Ihre spontane Reaktion, als Sie von Ihrer Auszeichnung erfahren haben? 

Ich saß mit Sohn und Mann am Frühstückstisch, bin von meinem Stuhl aufgesprungen und habe einen Freudentanz veranstaltet. Danach habe ich meine Mutter angerufen und ihr die tolle Nachricht überbracht.

VDOE: Warum haben Sie sich beworben? Gab es z. B. einen Mentor oder eine sonstige Motivation?

Ich hatte schon einige Zeit darüber nachgedacht mich zu bewerben, weil ich mein Thema so spannend und innovativ fand. Als Frau Prof. Kersting mich gefragt hat, ob ich mich bewerben wolle, musste ich nicht lange überlegen.

VDOE: Der OECOTROPHICA-Preis ist wichtig, …

… weil damit wissenschaftlicher Nachwuchs gefördert sowie interessante und innovative Forschungsthemen bekannt gemacht werden. Außerdem ist eine Auszeichnung dieser Art ein wunderbares Lob und Bestätigung, auf dem richtigen Weg zu sein.

VDOE: Glauben Sie, dass sich der OECOTROPHICA-Preis positiv auf Ihre berufliche Karriere auswirkt?

Im Moment arbeite ich am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Bayreuth als Projektmanagerin im Bereich Ernährungsbildung. Vorteile, was meine derzeitige berufliche Tätigkeit angeht, erwarte ich nicht. Dennoch sehe ich die Auszeichnung als wertvolle Bereicherung meines Lebenslaufes an.

VDOE: Was liegt Ihnen sonst noch auf dem Herzen?

Vielen herzlichen Dank an alle, die dazu beigetragen haben, dass meine Arbeit zu dem geworden ist, was sie heute ist – vorneweg an Frau Prof. Dr. Mathilde Kersting, die meine Arbeit am FKE betreut hat, und an meinen Doktorvater Herrn Prof. Dr. Clemens Kunz. Danke aber auch an meine tollen Kollegen am FKE, die Schüler der Gesamtschule Berger Feld, ohne deren Studienteilnahme die Daten überhaupt nicht vorhanden wären, und natürlich an meine liebe Familie.

VDOE: Wir wünschen Ihnen für Ihren beruflichen als auch privaten Werdegang alles Gute und viel Erfolg, Frau Müller!

Eine Zusammenfassung der Arbeit finden Sie hier.

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