VDOE-Wahlprüfsteine: Die Parteien zum Thema Lebensmittelwirtschaft

13. September 2017  |  Autor: (61 Artikel)
Kategorie(n): Beruf & Praxis, Meinung & Politik, Nachgefragt & Nachgehakt
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Welche Meinungen haben Parteien zu den berufspolitischen Themen des BerufsVerbandes und denen seiner Mitglieder? Wir haben die Bundestagswahlen 2017 zum Anlass genommen, bei den Parteien nachzufragen und stellen hier unsere Fragen und die Antworten der Parteien in acht Blogbeiträgen vor. Teil 2: Die Lebensmittelwirtschaft: Ein wichtiger Arbeitgeber für unsere Mitglieder.

Die Lebensmittelwirtschaft: Ein wichtiger Arbeitgeber für unsere Mitglieder

Die Lebensmittwirtschaft bietet laut unseren Erhebungen mit Abstand die meisten Stellen für Oecotrophologen, Ernährungs- und Lebensmittelwissenschaftler an. Gerade viele jüngere Mitglieder arbeiten in diesem Bereich. Tätigkeitsfelder sind vor allem im Bereich Qualitätsmanagement & Qualitätssicherung, Forschung & Entwicklung, aber auch in der Verbraucherberatung, im Marketing oder Kundenservice bzw. in der Öffentlichkeitsarbeit. Weil die gesamte Branche stark im öffentlichen Fokus steht und Forderungen sehr vieler Interessensgruppen gegenüber steht, kommt in den Unternehmen gerade unseren KollegInnen auf diesen sensiblen Position sehr hohe Bedeutung zu.

Unsere Fragen

  • Wie möchten Sie die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Lebensmittelwirtschaft am Standort Deutschland erhalten und ausbauen?
  • Welche Themen aus dem Bereich der Lebensmittelwirtschaft sehen Sie als die wichtigsten für die nächste Legislaturperiode an?
  • Welche der geforderten ernährungspolitischen Instrumente oder Strategien hinsichtlich Gesundheit und Transparenz von Verbrauchern wie z.B. Steuern, Ampel oder Ähnliches, verfolgen Sie?

VDOE-Material zum Thema

Die Antworten der Parteien (alphabetisch sortiert):

 

 

Die Lebensmittelwirtschaft trägt eine große Verantwortung, indem sie uns mit sicheren, qualitativ hochwertigen und vielfältigen Lebensmitteln versorgt. Wir sehen es als Chance für die Lebensmittelwirtschaft, dass die Bedeutung der Qualität als Einkaufskriterium zunimmt. Bisher scheitern Verbraucherinnen und Verbraucher viel zu oft daran, Qualitätsunterschiede am Lebensmittel zu erkennen oder fühlen sich durch die Verpackung über die tatsächliche Qualität getäuscht. Die Lebensmittelwirtschaft sollte die geänderten Verbrauchererwartungen aufgreifen, verstärkt auf nachhaltigere, vielfältige und qualitativ hochwertige Produkte setzen und die notwendige Transparenz darüber schaffen. Eine weitere Herausforderung für die Lebensmittelwirtschaft sehen wir darin, Verbraucherinnen und Verbraucher zu unterstützen, sich gesund zu ernähren. Dafür halten wir es für erforderlich, Rezepturen auf den Prüfstand zu stellen und das an Kinder gerichtete Marketing für ungesunde Lebensmittel einzuschränken.

Wir wollen die Menschen darin unterstützen, sich selbstbestimmt und gut zu ernähren – mit wirksamen Rahmenbedingungen für sichere, gesunde Lebensmittel:

  • Wir wollen die Lebensmittelüberwachung stärken, um den globalen Strukturen im Lebensmittelmarkt gerecht zu werden, beispielsweise durch die Einrichtung von Länderspezialeinheiten für die Kontrolle sensibler Bereiche und durch klare Standards für Eigenkontrollen und Meldepflichten der Lebensmittelunternehmen.
  • Wir wollen Transparenz schaffen durch einfache, verständliche und verlässliche Verbraucherinformationen. So befürworten wir eine Nährwertampel als leicht verständliche Nährwertkennzeichnung und wollen eine Tierhaltungskennzeichnung einführen, die – wie bei den Eiern – für Fleisch und Milch erkennbar macht, wie die Tiere gehalten wurden.
  • Bei der Prävention von Übergewicht und Diabetes setzen wir auf unterschiedliche Instrumente: Aufklärung, Verbraucher- und Ernährungsbildung, Förderung von Kita- und Schulessen bis hin zu Reduktionszielen für Zucker, Fett, Salz sowie Packungsgrößen, Einführung einer Nährwertampel und Einschränkungen für an Kinder gerichtete Werbung für ungesunde Lebensmittel. Fiskalische Maßnahmen wie die Einführung einer Zuckersteuer planen wir nicht.

 


CDU/CSU Logo

 

 

CDU und CSU wollen die Rahmenbedingungen für die Ernährungswirtschaft auch künftig positiv gestalten. Wir setzen auf Bürokratievermeidung, eine entlastende Steuerpolitik und bezahlbare Strompreise. Wir werden unsere Anstrengungen in den Bereichen Aus- und Weiterbildung von Fachkräften verstärken und wollen mehr Frauen ermöglichen, sozialversicherungspflichtig zu arbeiten. Wir stärken die Hochschulen und Fachhochschulen und werden die berufliche Bildung zu einer „höheren Berufsbildung“ mit mehr und neuen Aufstiegschancen entwickeln.

Themen der Lebensmittelwirtschaft:

  • Wir unterstützen mittelständische Hersteller auf den Exportmärkten Fuß zu fassen. Wir setzen uns für offene Märkte ein und streben faire Freihandelsabkommen an.
  • Unser Ziel: Schutz der Unternehmen vor unfairen Handelspraktiken Wir setzen uns für faire Lieferketten mit Marktverantwortung von Verarbeitungsebene und Handel ein. (Umgesetzt sind schon das Verbot des Verkaufs unter Einstandspreis und die Verschärfung des sog. Anzapfverbots).
  • Damit unsere Lebensmittelwirtschaft den wachsenden Trend zu regionalen Lebensmitteln nutzen kann, wollen wir eine Verbesserung der Regionalkennzeichnung (z. B. Mindeststandards für Regionalsiegel) erreichen und das sog. „Regional-fenster“ noch bekannter machen.
  • Die Herkunftskennzeichnung soll auf EU-Ebene ausgeweitet werden – z. B. auf Milch und verarbeitete fleisch- und eihaltige Produkte. Zudem wollen wir ein staatliches Tierwohllabel schaffen.
  • Unser Ziel ist es, die Lebensmittelsicherheit weiter zu verbessern durch eine stärkere Vernetzung und Koordinierung – national wie europäisch – und eine lückenlose Melde- und Reaktionskette.
  • Wir bekämpfen Lebensmittelverschwendung. Vom Landwirt bis zum Verbraucher sollen alle mitwirken.

Gesunde Ernährung:

  • Gute Ernährung beginnt mit der Wertschätzung für unsere hochwertigen heimischen Produkte. Deshalb fördern wir Verbraucherbildung von Kindesalter an.
  • Wichtig ist gute Information, wie z. B. die Nährwerttabelle. Lebensmittel- oder Hygieneampel lehnen wir dagegen ab, da sie zu stark vereinfachen.
  • Wir wollen auch keine Verbraucherlenkung durch Strafsteuern auf Lebensmittel. Stattdessen arbeitet unsere Bundesregierung mit der Forschung und den Nahrungsmittelherstellern an Reformulierungstrategien für zusammengesetzte Lebensmittel mit weniger Zucker, Fetten und Salz.

 


Logo Die Linke

 

 

Wie möchten Sie die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Lebensmittelwirtschaft am Standort Deutschland erhalten und ausbauen?

DIE LINKE ist der Meinung, dass die Lebensmittelwirtschaft über Qualität, regionale Produktion und Verbrauchervertrauen wirtschaftlich ausbaufähig ist. Dafür muss sie klar und verständlich Verbraucher*innen darüber informieren, was in ihren Produkten steckt und wie diese hergestellt werden. Ferner erwartet DIE LINKE, dass die Lebensmittelwirtschaft sich für eine gesunde Ernährung, vor allem für Kinder und Jugendliche, verantwortlich fühlt, und gesündere Lebensmittel herstellt. Das bedeutet weniger Zusatzstoffe, Zucker, Salz, gesättigte Fettsäuren, künstliche Austauschstoffe in den Lebensmitteln. Es sollte für die Lebensmittelwirtschaft selbstverständlich sein, Ernährungsberater*innen bei der Herstellung von Lebensmitteln zu Rate zu ziehen. DIE LINKE ist der Meinung, dass die Lebensmittelwirtschaft auf Werbung und emotional aufgeladenes Marketing für ungesunde (zu salzige, fettige oder süße Produkte) verzichtet. Diese gilt insbesondere für Lebensmittel, die besonders Kinder ansprechen. Außerdem sollte sie ihren Widerstand gegen eine verpflichtende Nährwertampel aufgeben.

Welche Themen aus dem Bereich der Lebensmittelwirtschaft sehen Sie als die wichtigsten für die nächste Legislaturperiode an?

DIE LINKE spricht sich dafür aus, dass die Lebensmittelwirtschaft Verantwortung für eine gesunde Ernährung der Bevölkerung, insbesondere von Kindern und Jugendlichen, übernimmt. Leider haben sich Selbstverpflichtungen der Lebensmittelindustrie als wirkungslos gezeigt. DIE LINKE tritt daher für eine rechtlich verbindliche Reduktionsstrategie für Zucker, ungesättigtes Fett und Salz in Fertiggerichten ein. Außerdem soll das Werben mit einem vermeintlichen gesundheitlichen Zusatznutzen bei gleichzeitig hohen Gehalten an Salz, Fett oder Zucker durch europäische Regeln endlich unterbunden wird. Außerdem muss die behördliche Lebensmittelkontrolle gestärkt werden, um Verbraucherinnen und Verbraucher aber auch die vorbildlich arbeitenden Lebensmittelbetriebe zu stärken und zu schützen. Gleichzeitig muss die Lebensmittelwirtschaft vor globalen Preis- und Qualitätsdumping zum Beispiel in internationalen Handelsverträgen geschützt werden.

Welche der geforderten ernährungspolitischen Instrumente oder Strategien hinsichtlich Gesundheit und Transparenz von Verbrauchern wie z.B. Steuern, Ampel oder Ähnliches, verfolgen Sie?

DIE LINKE spricht sich seit langem für eine verpflichtende „Nährwert-Ampel“ für alle Fertiglebensmittel aus (Anträge „Nährwert-Ampel bundesweit einführen“, Bundestagsdrucksache 17/2120, und „Gute Lebensmittel für eine gesunde Ernährung“, Bundestagsdrucksache 18/3730). DIE LINKE tritt für ein Verbot von Kindermarketing im Lebensmittelbereich ein. Die Werbung mit Helden aus Kinderfilmen, Comicfiguren, Bildern, Spiele-Apps, Prominenten und Szenen aus der kindlichen Erlebniswelt hat im Zusammenhang mit Lebensmitteln mit hohen Salz-, Zucker und Fettgehalten nichts zu suchen. Ferner muss der Verkauf von Kinderlebensmitteln beschränkt werden. Eine Zuckersteuer bewerten wir kritisch, da wir sie für nicht zielführend und gleichzeitig für unsozial halten. DIE LINKE würde jedoch eine EU-weite höhere Besteuerung von Süßwaren und Softdrinks unterstützen. Darüber hinaus wollen wir die unabhängige Ernährungsforschung stärken und ausbauen.

 


Logo FDP

 

 

 

Wie möchten Sie die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Lebensmittelwirtschaft am Standort Deutschland erhalten und ausbauen?

Die deutsche Lebensmittelwirtschaft ist eine vielfältige Branche, sodass viele Teile unseres Wahlprogramms zur Verbesserung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Lebensmittelwirtschaft beitragen können und sollen. Wir werden uns insbesondere für die Verbesserung und Modernisierung der schulischen, außerschulischen und dualen Ausbildung und für eine leistungsfähige Digitalisierung einsetzen. Wir wollen die Gründerkultur in Deutschland voranbringen und einfachere Regeln für kleinere und mittlere Unternehmen schaffen.
Konkret wollen wir zum Beispiel das Sozialversicherungsrecht vereinfachen, die Vorfälligkeit der Sozialversicherungsbeiträge zurückdrehen und eine Mittelstandsklausel auf der Bundesebene einführen. Wir Freien Demokraten wollen eine Außenwirtschaftspolitik für den Mittelstand etablieren, so dass kleine und mittlere Unternehmen schneller und unbürokratisch neue Märkte bedienen können. Und wir wollen uns für eine unternehmerische und selbstbestimmte Landwirtschaft einsetzen.

Welche Themen aus dem Bereich der Lebensmittelwirtschaft sehen Sie als die wichtigsten für die nächste Legislaturperiode an?

Die Lebensmittelwirtschaft in Deutschland stellt ca. fünf Millionen beziehungsweise zwölf Prozent der Arbeitsplätze in Deutschland zur Verfügung und ist maßgeblich am Bruttoinlandsprodukt beteiligt. Sie hat somit eine große volkswirtschaftliche Bedeutung für Deutschland. Die Lebensmittelwirtschaft versorgt uns zudem täglich mit hochwertigen, sicheren und „Preis werten“ Mitteln zum Leben. Bei selbst bestimmter und richtiger Ernährung kann sich der Verbraucher in Deutschland ausreichend und ausgeglichen versorgen. Unterschiedliche Ernährungsformen sind Bestandteil unserer freien Gesellschaft, Ernährung sollte wissensbasiert und ideologiefrei erfolgen. Jegliche staatlich gelenkte Ernährung ist abzulehnen, für uns Freien Demokraten ist jeder Ernährungsform gleichberechtigt.

Trotz aller Erfolge steht die Lebensmittelwirtschaft aber vereinzelt im kritischen Fokus der Öffentlichkeit. Aus diesem Grund wollen wir Freien Demokraten insbesondere drei Bereiche in der nächsten Legislaturperiode weiter voranbringen. Wir wollen den Verbraucherschutz und die Verbraucheraufklärung stärken, damit Fehler schneller erkannt, verfolgt und geahndet werden und die Lebensmittelqualität gesichert wird. Wir wollen die Ernährungsberatung zielgruppenspezifisch voranbringen, damit die Lebensqualität erhalten bleibt. Und wir wollen Forschung und Entwicklung der Lebensmittelwirtschaft unterstützen, damit gesunde und innovative Nahrungsmittel uns auch in Zukunft zur Verfügung stehen.

Welche der geforderten ernährungspolitischen Instrumente oder Strategien hinsichtlich Gesundheit und Transparenz von Verbrauchern wie z.B. Steuern, Ampel oder Ähnliches, verfolgen Sie?

Wir Freie Demokraten wollen, dass ein in Ernährungsfragen gebildeter Mensch grundsätzlich seine eigenen Entscheidungen über sein Konsumverhalten trifft. Wir sehen es als staatliche Aufgabe an, dass notwendige Informationen zu Ernährungsprodukten ausreichend, sachlich, wahr und frei zugänglich sind. Jede Kennzeichnung, die diese Anforderung erfüllt, sehen wir als geeignet an. Wir wollen nicht, dass vermeintlich problematische Produkte über Verbote, zusätzliche Besteuerung oder Ähnliches der autonomen Verbraucherentscheidung entzogen werden. Natürlich gilt das nicht in besonderen Schutzbereichen wie zum Beispiel dem Jugendschutz.

 


 

 

 

Wie möchten Sie die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Lebensmittelwirtschaft am Standort Deutschland erhalten und ausbauen?

Wichtig für die Leistungsfähigkeit der Lebensmittelwirtschaft sind ihre Endabnehmer, die Verbraucher. Wir wollen die Lebensmittelwirtschaft darin unterstützen, ihre Produkte an den Bedürfnissen und Interessen der Verbraucher auszurichten. Verbraucher interessieren sich immer mehr für Herkunft und Bedingungen der Produktion, Nachhaltigkeit, Gentechnikfreiheit, Regionalität und artgerechte Tierhaltung. Gleichzeitig müssen wir Verbraucher dafür sensibilisieren, dass gute Qualität ihren Preis hat, und dass die in der Lebensmittelwirtschaft Tätigen eine faire Bezahlung für ihre Arbeit verdienen.

Welche Themen aus dem Bereich der Lebensmittelwirtschaft sehen Sie als die wichtigsten für die nächste Legislaturperiode an?

Wir werden die Lebensmittelkontrolle bundesweit vernetzen, einen einheitlichen Kontrollkatalog einführen und die Kontrolle effektiv und vergleichbar gestalten. Ergebnisse von amtlichen Lebensmittelüberwachungen sollen grundsätzlich veröffentlicht werden. Zudem wollen wir Verbraucherinnen und Verbraucher mit leicht verständlichen Symbolen wie dem Smiley oder der Hygieneampel informieren. Wir wollen einen verbraucherfreundlichen, transparenten Markt. Damit wird das Vertrauen zwischen Wirtschaft und Verbrauchern gestärkt. Transparenz hilft, die Qualität der Lebensmittelkette und die Lebensmittelüberwachung zu verbessern und so das Risiko von Lebensmittelskandalen zu minimieren. Transparenz sorgt für einen fairen Wettbewerb, von dem die Lebensmittelwirtschaft profitiert, weil schwarze Schafe vom Markt gedrängt werden. Wir wollen Schwerpunktstaatsanwaltschaften in Deutschland und Europa einrichten zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität in der Lebensmittelbranche. Wir werden den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen verhindern, damit die Lebensmittelwirtschaft auch weiterhin die Produkte anbieten kann, die die Verbraucher wollen: ohne Gentechnik.

Welche der geforderten ernährungspolitischen Instrumente oder Strategien hinsichtlich Gesundheit und Transparenz von Verbrauchern wie z.B. Steuern, Ampel oder Ähnliches, verfolgen Sie?

Um den Anstieg ernährungsbedingter Krankheiten zu bekämpfen, brauchen wir ein Gesamtkonzept. Die AOK schätzt die durch Fehlernährung verursachten Kosten für das deutsche Gesundheits- und Sozialsystem auf rund 70 Milliarden Euro pro Jahr. Es besteht Handlungsdruck. Auch die Lebensmittelwirtschaft muss ihren Teil beitragen. Bausteine einer Gesamtstrategie sind u.a. eine klare und vergleichbare Nährwertkennzeichnung nach Ampelsystem, ein Verbot von an Kinder gerichtete Werbung für ungesunde Produkte, und eine Nationale Reduktionsstrategie für Zucker, Fett und Salz für eine gesündere Zusammensetzung von verarbeiteten Lebensmitteln. Die Kriterien für gesündere Rezepturen müssen von unabhängigen Ernährungswissenschaftlern und Medizinern entwickelt und mittelfristig für alle verpflichtend werden. Wir haben die Reduktionsstrategie bereits auf den Weg gebracht, zunächst freiwillig. Das CSU-geführte Bundesernährungsministerium hat die Strategie trotz Auftrag des Bundestags leider nicht engagiert verfolgt. Nachdem ein Konzept für die Reduktionsstrategie nun in dieser Legislaturperiode nicht mehr kommt, werden wir das Thema nach der Wahl erneut auf die Tagesordnung setzen.

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