Zeit für Diderot – Die ÖG Berlin/Brandenburg auf den Spuren von Kultur und Genuss

9. November 2017  |  Autor: (63 Artikel)
Kategorie(n): Unterwegs & vor Ort
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Zum Thema „Welche Relevanz hat Nachhaltigkeit für die Oecotrophologie?“ luden  Eva-Maria Endres und Christoph Klotter uns, die Berliner und Brandenburger Oecotrophologinnen, im September in ihr Diderot – Kultur und Essen am südlichen Ende des Prenzlauer Bergs ein. Wir tauchten ein in alles hierfür relevante: die Philosophie des Denis Diderot, die des Lokals, die Themen Nachhaltigkeit und Slow Food sowie feines Essen.

Diderot -Begegnungsstätte für Weiterbildung und Veranstaltungen zu Essthemen, Diskussionen und natürlich Essen

Das Diderot ist seit eineinhalb Jahren ein Ort für Weiterbildung und Veranstaltungen zu Essthemen, Diskussionen und natürlich Essen (kleine französische Gerichte) sowie Politik und Philosophie. Das Diderot ist auch eine Begegnungs- und Essaustauschstätte. Ein Beispiel ist der Marktschwärmer – eine Plattform für die Abnahme von Lebensmitteln direkt vom Erzeuger.

 

Was die Nachhaltigkeit für die Ernährung bedeutet, führte unser Gastgeber Christoph Klotter dann ein: es ist die Verantwortung des Menschen gegenüber dem sozialen Miteinander und der Natur. Für die Nachhaltige Ernährung beschreibt Karl von Körber fünf Dimensionen: Gesundheit, Umwelt, Wirtschaft, Gesellschaft und auch Kultur und zwar entlang der Wertschöpfungskette von der Erzeugung bis zur Entsorgung. Körber und Claus Leitzmann leiteten daraus eine überwiegend pflanzliche, regionale und saisonale Ernährung ab.

Warum ist es manchmal so schwer mit der Nachhaltigkeit?

Warum es uns so schwer fällt, uns nachhaltig zu verhalten, besprachen wir im Rahmen eines Workshops. Es könnte sein, dass es die Verfügbarkeit ist, der Preis und unsere kulturelle Identität auch eine große Rolle spielt. Auch muss unser Belohnungssystem beim Konsum Befriedigung finden.

Slow Food ist auch nachhaltig

Christoph Klotter und Eva-Maria Endres vor dem „Diderot“

Abschließend gab uns Angelika Elsermann  eine kurze Vorstellung der Slow Food Bewegung und deren Idee, an der weltweit 80.000 Menschen in 150 Ländern aktiv sind. Es geht bei Slow Food um das bewusste Genießen, langsam und richtig entwickelter Lebensmittel und um den Erhalt der Arten. Die Kriterien sind nach dessen Begründer Carlo Petrini gut (Produkte mit Eigengeschmack und frei von), sauber (nachhaltige Landwirtschaft mit Respekt vor Pflanze und Tier) und fair (im Sinne der sozialen Gerechtigkeit und angemessener Bezahlung).

Mit feinem Essen ließen wir den Abend im Gespräch ausklingen. Ich wünsche uns allen Nachhaltigkeit in Bezug auf das Diderot – Kultur und Essen und viele zukünftige Begegnungen und danke sehr unseren beiden Gastgebern!

Dr. Eva Scharfenberg

 

 


Die örtlichen Gruppen (ÖG) des VDOE:

Bundesweit gibt es über sechzig ÖGs, eine in der Schweiz. Sieben Gruppen sind Angebote für Studenten (Bonn, Fulda, Gießen, Kiel, Potsdam, Hohenheim und Freising). Sie alle sind Verbands-Plattformen, um sich als Oecotrophologen, Haushalts-, Ernährungs- und Lebensmittelwissenschaftler regional zu vernetzen und berufliche und fachliche Erfahrungen auszutauschen. Bei den ehrenamtlich organisierten Treffen gibt es ein breites Angebot Exkursionen, Fachvortäge, Diskussionsforen u.n.v.m. Wir freuen uns auf neue Gesichter – auch Nicht-Mitglieder sind zum Schnuppern herzlich eingeladen.

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