Der informierte Verbraucher: Wunsch oder Wirklichkeit?

27. April 2018  |  Autor: (85 Artikel)
Kategorie(n): Beruf & Praxis, Unterwegs & vor Ort
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Ein informierter Verbraucher – nicht nur beim Thema Ernährung ein Wunsch, sondern auch im Bereich Finanzfragen. Aber entspricht das auch der Wirklichkeit? Dieser Frage gingen rund 120 Teilnehmer beim 10. Forum Privater Haushalt nach. Veranstaltet wurde es in Berlin von der Institution „Geld und Haushalt“, dem Beratungsdienst der Sparkassen-Finanzgruppe. Die Leiterin unseres Arbeitskreises Versorgung, Dr. Heide Preuße war für uns vor Ort. Sie traf dort auf Vertreter von Sparkassen, Beratungsinstitutionen der Budget- und Schuldnerberatung, Ministerien und  Wissenschaftler. Und eben auch auf Oecotrophologen und Haushaltökonomen, die sich beruflich mit dem Thema Verbraucherbildung und -beratung in Bezug auf Finanzfragen beschäftigen.

Eine davon ist Korinna Dörr, die seinerzeit Haushaltsökonomie in Hohenheim studiert hat. Sie ist mittlerweile Abteilungsdirektorin beim Deutschen Sparkassen- und Giroverband in Berlin und leitet dort den Beratungsdienst Geld und Haushalt. Im Vortragsservice des Beratungsdienstes selbst arbeiten einige Oecotrophologen auf Honorarbasis mit.

Münzstapel mit Symbolen

Im Fokus der Veranstaltung stand die Frage „Der informierte Verbraucher in Finanzfragen – Wunsch oder Wirklichkeit?“.

Auf der Veranstaltung stand die Frage im Mittelpunkt, wie Verbraucher beim Treffen von guten finanziellen Entscheidungen unterstützt werden können. Veränderungen durch digitale Medien und künstliche Intelligenz werfen die Frage, ob es zu viel, zu wenig oder gar die falsche Informationen gibt. Die Vorträge und Diskussionen des Forums nahmen in vielfältiger Weise dazu Stellung. Sie waren auf Finanzdienstleistungen bezogen, aber von den Aussagen her auch auf andere Bereich von Verbraucherpolitik übertragbar. Die Quintessenz vieler Aussagen:

„Informationen für gute Entscheidungen sind leicht verständlich, vom Umfang auf Relevantes begrenzt, auf die Lebenswelt der Zielgruppe bezogen und ermöglichen Vergleiche zwischen Angeboten.“

Kontrovers diskutiert wurde über Chancen und Grenzen von Verbraucherbildung („mündiger Verbraucher“) einerseits und staatlicher Regulation zum Verbraucherschutz andererseits. Die Bedeutung von Verbraucherbildung war jedoch unumstritten.

Fazit von Dr. Heide Preuße:

„Bildung und Beratung in Bezug auf Geld im privaten Haushalt und bleibt ein kleines, aber nicht minder wichtiges und interessantes Berufsfeld für entsprechend spezialisierte Oecotrophologen.“

 

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