Vegane und Vegetarische Ernährung bei Kindern: Experten sind gefragt!

5. Dezember 2018  |  Autor: (86 Artikel)
Kategorie(n): VDOE-Nachricht

Foto: Istock/Penelope Graßhoff

Gründe für eine vegane oder vegetarische Ernährung gibt es viele, seien es ethische, gesundheitliche, ökologische oder religiöse. Egal welcher Beweggrund diesen Ernährungsweisen zugrunde liegt, eines bleibt bei allen gleich: Wie bei jeder anderen Ernährungsform gibt es auch bei Vegetariern oder Veganern bestimmte Aspekte zu beachten und den ein oder anderen Nährstoff besser im Blick zu behalten. Besonders in bestimmten Lebensphasen ist erhöhte Aufmerksamkeit gefordert. So bringen z.B. die ersten Lebensjahre von Kindern sowie ihre spätere Wachstumsphase und auch die Schwangerschaft und Stillzeit einen erhöhten Nährstoffbedarf mit sich.

Der Berufsverband Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) rät daher Eltern, die ihre Kinder vegetarisch oder vegan ernähren wollen, einen Ernährungsexperten aufzusuchen. Entscheidend dabei ist allerdings die Qualität des Ernährungsexperten/in. Reicht ein Wochenendkurs zum Ernährungsberater, ein Studium, eine Ausbildung? Der BerufsVerband Oecotrophologie plädiert hier eindeutig für eine qualifizierte  Ernährungsberatung. Ein Studium der Oecotrophologie oder der Ernährungswissenschaften, ergänzt durch eine Weiterbildung, dokumentiert durch ein anerkanntes Zertifikat, bietet die Grundlage für qualifizierte Ernährungsberatung. Das Zertifikat „Ernährungsberater/in VDOE“ stellt ein Qualitätsmerkmal für die Ernährungsberatung dar. Der VDOE-Expertenpool, eine spezielle Suchmaschine auf der Website des VDOE zeigt Ihnen, wo Sie professionelle Ernährungsberatung in Ihrer Nähe und für Ihre Fragestellung finden können.

2019 erwarten wir die Ergebnisse der VeChi-Studie (Studie zur Ernährung von vegetarisch, vegan oder mit Mischkost ernährten Kindern in Deutschland). Ziel der Studie ist es den Lebensmittelverzehr, die Energiezufuhr, die Nährstoffzufuhr sowie den Gesundheitsstatus der unterschiedlich ernährten Kinder und Jugendlichen zu vergleichen. Beteiligt an der Studie sind die Fachhochschule des Mittelstands, die DONALD-Studie der Universität Bonn, die Charité Berlin und das Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke, gefördert durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL).

Hier geht´s zum Artikel im Ärzteblatt.

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